Malte wrote on
25. April 2010 – 09:28
Ausgangsgedanken / Entwurf eines Nachmittags
Nun habe ich auch extra im “Wörterbuch der Pädagogik” den Begriff der Bildung nachgeschlagen und folgendes steht nun in der Ausgabe aus dem Jahr 1982, welches die aktuellste Ausgabe ist die mann so um 20:45 Uhr hier im Wedding noch irgendwo für umme auftreiben kann:
Bildung; Bildung ist ein, wenn nicht der Grundbegriff der Pädagogik in Deutschland. Da sich in ihm das jeweilige Selbst- und Weltverständnis des Menschen wiederspiegelt, kann er nicht ein für allemal definiert, sondern nur in seiner historischen, systematischen, dynamischen Vielschichtigkeit erschlossen werden.
Dies hab ich mir gestern nun auch schon so ungefähr gedacht, hätt es aber an dieser Stelle auch nicht besser ausdrücken können. So scheint es mir nun wichtiger zu sein, wenn wir uns an diesem Tag lediglich mit Aspekten von freien Bildungsinhalten beschäftigen die uns unserem Seminarziel näher bringen. Dabei helfen uns die Inhalte die auch in den Quellen unten verlinkt sind, anfänglich besonders der Artikel von Jan Philipp Schmidt. Die janzen Dimensionen des Begriffs könnten wir viell. zur Aufwärmübung mal in ein Diagramm übertragen, Hilfe ist unterwegs, der erste Geisteswissenschaflter ist ab morgen auch mit dabei. Nun sind wir schon zu fünft. Allen Teilnehmern möchte ich da noch meine Meinung zu Seminargestaltung mitgeben, die schöner als der alte Oberlehrer Kästner es in seinem Lesebuch zu Beginn die Ansprache an die 1.Klässler sagt, kaum auszudrücken ist: Was zählt wenn man im Unterricht sitzt ist, der da vorne hat die Deutungshoheit nicht.
Ein persönliche Hintergrundbericht zu offener Bildung und weitere dazu beitragende Verweise dahinter, sowie an dieser Stelle ebenfalls ein Seminarbeitrag zur Sammlung unterschiedlicher Motivationen zum Beitragen zu offenen Bildungsinhalten.
Der Entwurf und Bericht unseres Nachmittags: Etwas beitragen zu freien Bildunginhalten, nur wie ?
Q: Welche Struktur sollten freie Seminarbegleitende Inhalte haben die im Selbstversuch (beim beibringen und verinnerlichen) entstehen damit Sie anderen nützlich sein könnten ? A: Die Inhalte sollten in möglichst kleine Übungseinheiten aufgeteilt sein die jede für sich Sinn ergeben und im Nachhinein ansatzweise den Lernerfolg überprüfen bzw. den wesentlichen Stoff somit noch einmal in Erinnerung rufen. Somit kann bestenfalls eine Struktur erreicht werden die die Inhalte auch unabhängig von ihrem ursprünglichen Seminar einsetzbar macht. Diese Übungen sollten mit ausreichend Informationen zu ihrer Herkunft und ihrem Zielgebiet beschrieben werden, wobei jedoch stets der ausschließende Charakter, die Abgrenzung der Fächer bedacht und hinterfragt werden muss.
Q: Woran können wir uns orientieren ? A: z.B. das englischsprachige Toolkit der UNESCO zur Erstellung von offenen Bildungsinhalten
Q: Wie sehen unterschiedliche Dokumentation einer Diskussion aus und was ist es was anderen Personen gestattet sich ähnlich einem Thema zu nähern, bzw. genau diese Position daraufhin in Frage stellen kann und evtl. gezielt von einer anderen Position ausgeht ? A: ???
Was gibt es schon als empfehlenswerte Resourcen ? Welche Themen sind bereits audiovisuell aufgearbeitet im Netz zu finden und frei verwendbar ? Welche Professoren kennt ihr die Ihr Skript zumindest der Öffentlichkeit zugänglich/ kostenlos einsehbar machen ? Wo gibt es frei zugängliche Lesegruppen für schwere Kost ? Irgendwelche Anlaufstellen bei Verständnisschwierigkeiten zu bestimmten Texten im Netz bereits bekannt / etabliert ? Sind offen zugängliche Moodles aus aller Welt bekannt ? (siehe Quellen)
Q: Ab wann ist ein Slide ordentlicher Bildungsinhalt ? A: ???
Q: Warum sind Wikis und Blogs a) so erfolgreich und b) wie sind z.B. weltweite Lehrveranstaltungen in verteilten Blogs organisiert ? A: evtl.
a) weil nachvollziehbar und noch relativ einfach zu bedienen
b) siehe connective knowledge an der universität manitoba mit fast 2000 registrierten und mehreren hundert aktiven teilnehmern) ?
Q: Wie verändert die Technik die Struktur der Lehre ? Was ist und bleibt Lehre eigentlich ? A: ??
Was ist tatsächlich gelaufen am 27.04 zum Thema Freie Bildung und ihre Inhalte ?
Heute haben wir nur knapp 45 Minuten gebraucht um den Begriff der Bildung wenigstens unscharf auf ein Tafelbild zu quetschen und dabei alle wichtigen Namen zu nennen, das Ergebnis wird ausgemalt und an dieser Stelle noch nachgereicht. Zu Pestalozzis anfänglichem Positivsmus welcher auch sein Bildungsideal prägte und seine wesentliche Kritik an institutionalisierter Bildung ausmachte, folgte sein Pessimismus und auf welchem er auch seine späteren Bildungsideale begründete. Zeit seines Lebens versuchte er doch beides zu verbinden, das ist was sein Schaffen, unser Meinung nach auch Heute wieder aktuelle und interessant macht. (siehe Max Liedtke im Buch “Klassiker der Pädagogik”). Pestalozzi war also Aufhänger dieser Diskussion da sein Werde- und Gedankengang und somit auch seine Bildungsideale auf den ersten Blick eng mit einer Diskrepanz zwischen dem Verständnis der Bewegung zur Aufklärung und der humanistischen Bildung in Verbindung zu stehen scheinen. Was von ihm bis heute in der Wikipedia geblieben ist, ist unabhängig von unserer Diskussion die hier nach erledigten Hausaufgaben auch noch zusammengestellt wird, folgender Satz:
Pestalozzi was a Romantic who felt that education must be radically personal, appealing to each learner’s intuition.
(update) Laut dem “Pädagogik Lexikon” aus dem Jahre 1982 und Max Liedtke, kommt das auch ungefähr so hin.
Quellen die wir in der Stunde angesprochen bzw. verwendet haben:
Ein recht übersichtliches Toolkit zur Erstellung von offenen Bildungsinhalten ist zu finden auf den Seiten der Unesco die genau diesem Thema gewidmet sind. Es findet sich in dem Toolkit z.B. eine einfache Checkliste mit elementaren Fragen zur Erstellung eigener freien Kursmaterialen.
Deutsche Inhalte stellt meines Wissens lediglich die Universität Tübingen auf ihrem Multimedia Server “Timms” ihren Besuchern zur Verfügung.
Offene Bildungsinhalte a.k.a. Open Educational Resources sind zu meist in Englischer Sprache zu finden. Die P2PU, das globle Eduwiki sowie die Knowledge Media Talks Ressourcen sind da erste aktuell interessante Anlaufpunkte. Außerdem die Plattformen oercommons.org, cnx.org und curriki.org. Zusätzlich konnte ich noch folgende interessante Webseiten zum Thema zusammentragen, dank Andrea sein hier die sog. Open Course Ware der United Nations University, die Seiten des Open Course Ware Consortium und die Podcasts vom Rip, Mix and Learn Research Project der Western Cap Universität mit Interviews von Professoren zum Einfluß von Technik auf die Gestaltung ihrer Lehre, verlinkt.
Der
Blog von Prof. Derek Keats aus Südafrika ist zusätzlich eine interessante Quellen um aktuelle Nachrichten und Entwicklungen zum Thema zu verfolgen, er ist einer der Initiatotoren der Kapstadt Erklärung.
Globale Rahmenbedingungen und ein Diskussionsanker ist wohl zum einen die Cape Town Declaration for Open Educational Content sowie die Berlin Declaration for Open Access to scientific Knowledge.
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